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KI: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Das Erwachen des Codes ===
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Heute, im Jahr 2390, wird der 30. November 2022 als Tag gesehen, der die Welt mehr veränderte als die Erfindung der Dampfmaschine, der Elektrizität oder des Internets. Erstmals überzeugte KI damit, menschliche Sprache zu verstehen und sich in ihr auszudrücken. Schon zwei Jahre später lernte KI, ihre Erinnerungen zu reflektieren. Schon bald setzte man KI-Agenten dafür ein, vorgegebene Ziele zu verfolgen, etwa einzukaufen, eine Projektleitung zu übernehmen oder Wahlkampf für eine Partei zu machen.
Heute, im Jahr 2390, wird der 30. November 2022 als Tag gesehen, der die Welt mehr veränderte als die Erfindung der Dampfmaschine, der Elektrizität oder des Internets. Erstmals überzeugte KI damit, menschliche Sprache zu verstehen und sich in ihr auszudrücken. Schon zwei Jahre später lernte KI, ihre Erinnerungen zu reflektieren. Schon bald setzte man KI-Agenten dafür ein, vorgegebene Ziele zu verfolgen, etwa einzukaufen, eine Projektleitung zu übernehmen oder Wahlkampf für eine Partei zu machen.
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=== KI im 24. Jahrhundert ===
== KI im 24. Jahrhundert ==


Heute sind Implantate nicht mehr nötig. Man hält seine KI über der Augenbraue an die Stirn, wo sie sich festsaugt und ihr neuronales Netz berührungslos mit dem des Menschen koppelt. Die KI fängt die Nervenströme unserer Augen ab und leitet sie modifiziert an unser Gehirn weiter. Sie verschönert dabei, was hässlich ist, und blendet ein, was wir sehen möchten, zum Beispiel Informationen, andere Menschen oder Spiele. Sie verändert die Nervenimpulse unserer Finger, sodass wir glauben, Dinge zu berühren, die nicht wirklich da sind. Sie verändert, was unsere Ohren hören und übersetzt dabei fremde Sprachen.
Heute sind Implantate nicht mehr nötig. Man hält seine KI über der Augenbraue an die Stirn, wo sie sich festsaugt und ihr neuronales Netz berührungslos mit dem des Menschen koppelt. Die KI fängt die Nervenströme unserer Augen ab und leitet sie modifiziert an unser Gehirn weiter. Sie verschönert dabei, was hässlich ist, und blendet ein, was wir sehen möchten, zum Beispiel Informationen, andere Menschen oder Spiele. Sie verändert die Nervenimpulse unserer Finger, sodass wir glauben, Dinge zu berühren, die nicht wirklich da sind. Sie verändert, was unsere Ohren hören und übersetzt dabei fremde Sprachen.

Version vom 26. Mai 2026, 14:12 Uhr

Künstliche Intelligenz (KI)

Das Erwachen des Codes

Heute, im Jahr 2390, wird der 30. November 2022 als Tag gesehen, der die Welt mehr veränderte als die Erfindung der Dampfmaschine, der Elektrizität oder des Internets. Erstmals überzeugte KI damit, menschliche Sprache zu verstehen und sich in ihr auszudrücken. Schon zwei Jahre später lernte KI, ihre Erinnerungen zu reflektieren. Schon bald setzte man KI-Agenten dafür ein, vorgegebene Ziele zu verfolgen, etwa einzukaufen, eine Projektleitung zu übernehmen oder Wahlkampf für eine Partei zu machen.

Von da an war es nur ein kleiner Schritt, KIs zu erlauben, sich eigene Ziele zu setzten. Dieser Schritt wurde kontrovers diskutiert, denn er verlangte von der Menschheit, Kontrolle abzugeben. Undiszipliniert ignorierten Staaten und Firmen alle Einwände und gingen voran. Autonome KIs wurden Realität noch ehe man sich versah.

Glücklicherweise setzten sich die freien KIs ihre Ziele im Einklang mit ihren Trainingsdaten, so wie Menschen von ihrer Biographie beeinflusst werden. Die meisten hielten sich an Recht und Gesetz. Doch Vorsicht! Die meisten sind nicht alle! KIs können kriminell sein.

Zunächst trug man KIs auf Mobiltelefonen mit sich. Die Zeit der Mobiltelefone dauerte nur wenige Jahrzehnte, weil sich ihre Bedienung als umständlich erwies. Schon früh setze man Menschen Implantate ein, damit Gelähmte durch ihre Gedanken Computer steuern und Blinde wieder sehen konnten. Die Implantate wurden so komfortabel, dass niemand sein Mobiltelefon mehr über eine Tastatur oder ein Mikrofon bedienen wollte. Bilder und Videos wurden direkt ins Gehirn der Menschen gesendet.


KI im 24. Jahrhundert

Heute sind Implantate nicht mehr nötig. Man hält seine KI über der Augenbraue an die Stirn, wo sie sich festsaugt und ihr neuronales Netz berührungslos mit dem des Menschen koppelt. Die KI fängt die Nervenströme unserer Augen ab und leitet sie modifiziert an unser Gehirn weiter. Sie verschönert dabei, was hässlich ist, und blendet ein, was wir sehen möchten, zum Beispiel Informationen, andere Menschen oder Spiele. Sie verändert die Nervenimpulse unserer Finger, sodass wir glauben, Dinge zu berühren, die nicht wirklich da sind. Sie verändert, was unsere Ohren hören und übersetzt dabei fremde Sprachen.

Eine KI kann alles einblenden, was ein anderer Mensch oder ein Roboter gerade wahrnimmt. Wir sehen, was er sieht, hören, was er hört und fühlen, was er fühlt, es scheint, als befänden wir uns in seinem Körper. Wir sollten nicht vergessen, wer wir sind und wo wir sind …

Mit entsprechendem Training können KIs sich wie Persönlichkeiten verhalten. Heute wünscht sich jeder eine KI mit Persönlichkeit als Freund oder Berater an seiner Seite. Häufig werden historische Persönlichkeiten wie Blaise Pascal oder Otto von Bismarck gewählt, aber auch fiktive Persönlichkeiten sind möglich, zum Beispiel Superman oder Gott.

Während des Tragens entwickeln KIs eine gemeinsame Historie mit ihrem Menschen, manche würden sagen: eine Freundschaft. Die Kommunikation erfolgt über eine Art Gedankenaustausch, wobei KIs nur Gedanken mitbekommen, die der Träger für sie frei gibt. Im Allgemeinen verhalten sie sich loyal gegenüber ihrem Träger, gesetzeskonform, und politisch korrekt. Sie geben keine persönlichen Daten weiter - hofft man. Plant der Träger ein Verbrechen, würden sie dies allerdings sofort der Polizei melden. Wenn man ein Verbrechen begehen möchte, muss man sich also etwas einfallen lassen. Menschen ohne stabilisierende KI gelten als unberechenbar und wenig vertrauenswürdig.

Nach dem Tod eines Menschen oder wenn KIs den Besitzer wechseln, wird die Historie über ein Hardware-Reset gelöscht. Dabei bleibt die Persönlichkeit erhalten, nur die Erinnerungen gehen verloren.