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TERRANOVA: Unterschied zwischen den Versionen

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| 1 000 h || Kryo-Leitungen entlüften, μ-LINAC kalibrieren
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| 5 000 h || Pellet-Magazin tauschen, Feldspulen re-annealen
| 5 000 h || Pellet-Magazin tauschen, Feldspulen durchglühen
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| 10 000 h || Detaillierte Inspektion im Dock (Fast-Swap empfohlen)
| 10 000 h || Detaillierte Inspektion im Dock (Fast-Swap empfohlen)

Version vom 21. Januar 2026, 18:09 Uhr

TERRANOVA

Die Terranova wurde von den alten Mächten gebaut, um 10.000 Menschen in 30 Jahren nach Proxima Centauri (Distanz ~4,24 Lichtjahre) zu bringen. Die ursprüngliche Motivation zum Bau des Schiffes war, reichen Menschen die Flucht von der Erde zu ermöglichen, weshalb das Projekt von Beginn an umstritten war. Um die Wogen zu glätten, wurde eine Lotterie eingeführt, über die auch weniger Vermögende an ein Ticket gelangen konnten. Man nannte die Gewinner "die Glücklichen". Die Glücklichen wurden allerdings nur Passagiere zweiter Klasse.

Der Flug verläuft in drei Phasen:

  1. Beschleunigung mit 1g (9,81m/s2), etwa 50 Tage lang
  2. Gleitphase, etwa 29 Jahre und 9 Monate
  3. Abbremsen mit 1g, etwa 50 Tage lang

Das Schiff erreicht dabei eine Spitzengeschwindigkeit von ca. 0,14 c bei nur geringer Zeitdilatation, auf der Erde vergehen 30,3 Jahre.

Der Rumpf der TERRANOVA teilt sich in 6 Module:

  • Brücke: Sie befindet sich am Bug.
  • Triebwerk: Es befindet sich am Heck. In der antriebslosen Phase ist es ausgeschaltet und muss nur gewartet werden.
  • Vier Hauptmodule

In der antriebslosen Phase wird in den vier Hauptmodulen durch Rotation eine Schwerkraft von 1g hergestellt, indem sie vom Rumpf abgekoppelt werden und an einer Drahtverbindung um das Schiff kreisen. Jedes Hauptmodul wiegt etwa 200.000 t, jeweils zwei Module umkreisen das Schiff auf gegenüber liegenden Seiten ("hantelförmig") in einem Abstand von 1000 Metern. Die beiden Hanteln sind gegenläufig, wodurch der Gesamtdrehimpuls bei Null liegt. Um die Module sicher zu halten, hat die Drahtverbindung einen Querschnitt von 2 m², die sich auf 18 parallel gedrillte Bänder verteilen. An den Haltedrähten ist ein Fahrstuhl befestigt, über den man von den Modulen zum Schiff wechseln kann und zurück.

Warum wurde ein Radius von 1000 Metern gewählt? - Bei rotierenden Lebensräumen gibt es Probleme mit der Corioliskraft, weil sie Bewegungen unerwartet ablenkt, den Gleichgewichtssinn irritiert, Sinnesinformationen widersprüchlich macht und Übelkeit und Kontrollverlust auslöst. Ein größerer Radius macht diese Effekte erträglich.

Warum wurde das Raumschiff nicht in Form eines O’Neill-Zylinders gebaut? - Diese Zylinder sind ein Weltraumsiedlungskonzept, das wesentlich mehr Masse benötigt. Mit den verfügbaren Antrieben würden die Passagiere das Ziel nicht mehr zu Lebzeiten erreichen, was aber eine wesentliche Motivation für den Bau der TERRANOVA war.

Hauptmodule

Jedes Hauptmodul beherbergt 2000 Passagiere der ersten und 500 Passagiere der zweiten Klasse. Es hat die Form eines Zylinders mit einer Länge von 250 Metern, einem Durchmesser von 60 Metern und somit etwa 2827 m² Grundfläche pro Deck. Jedes Modul enthält:

  • Wohn/Arbeits-Decks: Die Passagiere sind in 5 Quartieren à 500 Personen untergebracht. Dazu kommen eine Klinik, drei ambulante Behandlungsstationen, eine Gesamtschule (umfasst alles vom Kindergarten bis zur Uni), eine Polizeistation und ein Versorgungsdeck mit Einkaufs- und Vergnügungszentren.
  • Farmdecks: Mit einer Grundfläche von 25.000 m² erlauben sie bei einem vierstöckigen Anbau etwa 100.000 m² Netto-Anbau. Angebaut werden Salate, Algen, Knollen, Getreide, Pilze, Aquakulturen.
  • Automatische Fabrik und Ersatzteillager (3 hallen)
  • Kraftwerk
  • Tanksegmente im Hüllenmantel, die Wasservorräte enthalten und gleichzeitig als Schilde gegen Strahlung fungieren.

Brücke

Auf der Brücke laufen alle Informationen zur Navigation, Steuerung und Kontrolle des Schiffs zusammen. Passagiere haben dort keinen Zutritt. Dementsprechend weiß niemand genau, wie es dort aussieht, und keine hat Kontakt zur Crew.

Antrieb

Technical Bulletin 2386-B
MAC-CORE IV – Myon-ASSISTED ANEUTRONIC CORE
Ausgabe: 17. April 2386
Vertraulichkeit: Interner Gebrauch, Kategorie A (Flight-Qualified Hardware)
Herausgeber: Directorate of Deep Propulsion Engineering (DPE), Mars-Orbital Yard 9

Systemprofil

Der MAC-Core IV ist die vierte Generation des Myon-katalysierten aneutronischen Fusionsantriebs, optimiert für Langzeitmissionen und bemannte Generationenflüge. Die Einheit kombiniert p–B¹¹-Fusion mit supraleitender Magnetdüse, direkter Energie­rückgewinnung und automatischer Wärmeregelung.

Parameter Wert
Nenn-Schubleistung 5,8 × 10⁹ N
Effektive Ausströmgeschwindigkeit 0,22 c
Energiedichte (reaktiv) 4,8 × 10¹⁴ J/kg
Gesamtwirkungsgrad 4,8 × 10¹⁴ J/kg
Effektive Ausströmgeschwindigkeit 62 % (inkl. Direktkonversion)
Myon-Verbrauch 3,4 × 10⁹ μ/s (reguliert)
Betriebsdauer pro Zyklus bis 1,1 × 10⁷ s (≈ 128 Tage)
MTBF ≥ 12 000 h
Kühlmedien NaK-78 / H₂O-Graphen-Hybrid
Steuerung FFS-AI V.7 (Deterministic Safety Core)

Prinzip

  1. Myon-Erzeugung
    Im integrierten μ-LINAC werden Hochenergie-Protonen auf Wolframziele geschossen; Sekundärmyonen werden fokussiert und in magnetische Resonanzfallen geleitet.
  2. Pellet-Zündung
    Mikropellets aus deuteriertem Borhydrid (p-B¹¹-Matrix) werden im Katalysebecken synchron mit Myonen beschossen. Jede Zündung liefert rund 8,7 MeV pro Reaktionscluster, 99,8 % davon in geladenen Alphateilchen.
  3. Magnetische Düse
    Die Alphaströme werden in die supraleitende Düsen gelenkt. Feldlinien modulieren Richtung und Schubvektor.
  4. Direktkonversion
    Ein Teil der geladenen Produkte wird über Gitter für die Magnetohydrodynamik (MHD) abgebremst und direkt in Bordstrom gewandelt.

Sicherheits- und Redundanzsysteme

• Triple-Fail-Safe: Pellets, Myonenfluss, Magnetfeld – jeder einzeln schaltbar.
• Passive Abschaltung: Reaktion endet < 10 µs nach Stopp des Myonenflusses.
• Magnet-Quench-Bypass: schützt Spulen vor thermischem Durchgang.
• Radiator-Autobalancing: moduliert Wärmeabfuhr während Phasenwechsel.

Wichtiger Hinweis: Dies ist ein Text in einer selbst definierten Box.

Wartungsprotokoll (Field-Level 2)

Betrieb Maßnahme
100 h Selbstheilung der Düsen-Beschichtung prüfen
1 000 h Kryo-Leitungen entlüften, μ-LINAC kalibrieren
5 000 h Pellet-Magazin tauschen, Feldspulen durchglühen
10 000 h Detaillierte Inspektion im Dock (Fast-Swap empfohlen)

Hinweis: Der Austausch eines vollständigen MAC-Core-Moduls dauert 3,7 h bei 0 g, inklusive Entkopplung und Wieder­einbindung ins Kontrollnetz.

Bemerkungen des Chefingenieurs (Zitat aus dem Log 2386-B)

„Ein MAC-Core ist kein Motor im klassischen Sinn. Er ist ein Herz – vier Schläge, die im Takt der Sterne schlagen. Wer sie stilllegt, sollte zuerst die Stille aushalten können.“ — Dr. Ishan K. Nayar, Chief Engineer, Terranova Program

Herstellungs- und Lizenzstatus

• Fertigungsstandorte: Mars-Orbital Yard 9 / Luna Base Hephaistos
• Lizenz: T-PC Patent #984-F/234
• Exportfreigabe: Kategorie VII-B (nicht dual-use)
• Erstflug: Terranova