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KI-Stil: Unterschied zwischen den Versionen

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= Wann eine Geschichte nach KI "riecht" =
= Anzeichen für KI-generierte Inhalte =


KIs neigen zu dreifachen Wiederholungen. Ständig. Oft. Zu oft. Und zu Relativierungen ("Er hob die Hand eine wenig zu langsam", "es roch fast zu streng ..."). Zu Satzfragmenten ohne Verb. Zu Schilderungen von Dingen, die nicht da sind ("Er sah keine Autos den Weg entlangfahren"). Und zu Wiederholungen von schon Gesagtem oder Geschildertem. Manchmal auch zur Vertauschung von Reihenfolgen, weil Token KI-intern oft anders strukturiert werden als zeitlich. Zu verunglücktem Show-don't-tell mit schrägem oder schematischem Ersatz für Gefühle ("sein Magen zog sich zusammen, seine Hand zuckte ..."). Und sehr oft zu schrägen Metaphern, die keinen Sinn ergeben. Gelegentlich aber auch zu genialen Metaphern, auf die fast kein Mensch kommen würde.
KIs neigen zu dreifachen Wiederholungen (Trikolon). Ständig. Oft. Zu oft. Und zu Relativierungen ("Er hob die Hand eine wenig zu langsam", "es roch fast zu streng ..."). Zu Satzfragmenten ohne Verb. Fragmente mögen manchmal einen dramaturgischen Sinn haben, etwa um Gefahr oder Panik zu vermitteln, KI setzt sie aber auch häufig ein, wenn es keinen Grund dafür gibt. KI neigt zu Schilderungen von Dingen, die nicht da sind ("Er sah keine Autos den Weg entlangfahren"). Und zu Wiederholungen und Zusammenfassungen von schon Gesagtem oder Geschildertem. Manchmal auch zur Vertauschung von Reihenfolgen, weil Token KI-intern oft anders strukturiert werden als zeitlich. Zu verunglücktem Show-don't-tell mit schrägem oder schematischem Ersatz für Gefühle ("sein Magen zog sich zusammen, sein Atem stockte und seine Hand zuckte ..."). Und sehr oft zu schrägen Metaphern, die keinen Sinn ergeben ("er flog wie ein Regenbogen"). Gelegentlich aber auch zu genialen Metaphern, auf die fast kein Mensch kommen würde.


Menschen machen das alles auch. Man kann nicht beweisen, dass eine Geschichte mit KI geschrieben wurde. Aber es riecht. Besonders, wenn diese Anhaltspunkte in einem Text sehr oft auftauchen.
Menschen machen das alles auch. Man kann damit nicht beweisen, dass eine Geschichte mit KI geschrieben wurde. Aber wenn das ständig in einem Text vorkommt, ist es auch schlechter Stil.
 
Weitere Merkmale von KI-Texten werden bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Anzeichen_f%C3%BCr_KI-generierte_Inhalte Wikipedia] gelistet.
 
= Textwasserzeichen =
OpenAI hat am 5. Oktober 2026 angekündigt, von ChatGPT generierte Texte mit Wasserzeichen zu versehen:
 
''"Wir führen Textwasserzeichen für Menschen ein, die ChatGPT in der EU nutzen, um die EU-KI-Verordnung einzuhalten. Dies entspricht auch unseren Zusagen im Rahmen des EU-Verhaltenskodex zur Transparenz KI-generierter Inhalte, den OpenAI zusammen mit mehreren anderen großen KI-Anbietern unterzeichnet hat."''
 
Das Wasserzeichen verändert geringfügig, wie ChatGPT beim Schreiben zufällig zwischen möglichen Wörtern oder Wortteilen auswählt. Über eine Textpassage hinweg entsteht dadurch ein Muster, nach dem ein Detektor suchen kann, auch nachdem der Text bearbeitet wurde. Das Wasserzeichen ist Teil der Formulierung selbst und beim Lesen nicht sichtbar. Es fügt keine versteckten Zeichen, unsichtbaren Leerzeichen oder ungewöhnlichen Satzzeichen hinzu.
 
Was bedeutet das für Autoren? - Nehmen wir an, du lässt ChatGPT ein Kapitel für einen Roman generieren.
* Fall A: Du übernimmst den Text unverändert. Dann ist das Wasserzeichen nachweisbar.
* Fall B: Du überarbeitest den Text, veränderst Dialoge, Formulierungen und Satzbau. Dann wird der Nachweis schwieriger, aber nicht unmöglich, denn vielleicht bleiben genügend Worte erhalten, die das Wasserzeichen tragen.
* Fall C: Du veränderst alles so radikal, dass von dem generierten Text nichts mehr übrig ist. Dann kannst du den Text auch gleich ohne KI erstellen.
* Fall D: Du entwickelst Handlung, Figuren und Szenen gemeinsam mit ChatGPT, schreibst den eigentlichen Text aber selbst. Dann entsteht durch diese Zusammenarbeit kein Wasserzeichen.

Aktuelle Version vom 14. Oktober 2026, 09:16 Uhr

Anzeichen für KI-generierte Inhalte

KIs neigen zu dreifachen Wiederholungen (Trikolon). Ständig. Oft. Zu oft. Und zu Relativierungen ("Er hob die Hand eine wenig zu langsam", "es roch fast zu streng ..."). Zu Satzfragmenten ohne Verb. Fragmente mögen manchmal einen dramaturgischen Sinn haben, etwa um Gefahr oder Panik zu vermitteln, KI setzt sie aber auch häufig ein, wenn es keinen Grund dafür gibt. KI neigt zu Schilderungen von Dingen, die nicht da sind ("Er sah keine Autos den Weg entlangfahren"). Und zu Wiederholungen und Zusammenfassungen von schon Gesagtem oder Geschildertem. Manchmal auch zur Vertauschung von Reihenfolgen, weil Token KI-intern oft anders strukturiert werden als zeitlich. Zu verunglücktem Show-don't-tell mit schrägem oder schematischem Ersatz für Gefühle ("sein Magen zog sich zusammen, sein Atem stockte und seine Hand zuckte ..."). Und sehr oft zu schrägen Metaphern, die keinen Sinn ergeben ("er flog wie ein Regenbogen"). Gelegentlich aber auch zu genialen Metaphern, auf die fast kein Mensch kommen würde.

Menschen machen das alles auch. Man kann damit nicht beweisen, dass eine Geschichte mit KI geschrieben wurde. Aber wenn das ständig in einem Text vorkommt, ist es auch schlechter Stil.

Weitere Merkmale von KI-Texten werden bei Wikipedia gelistet.

Textwasserzeichen

OpenAI hat am 5. Oktober 2026 angekündigt, von ChatGPT generierte Texte mit Wasserzeichen zu versehen:

"Wir führen Textwasserzeichen für Menschen ein, die ChatGPT in der EU nutzen, um die EU-KI-Verordnung einzuhalten. Dies entspricht auch unseren Zusagen im Rahmen des EU-Verhaltenskodex zur Transparenz KI-generierter Inhalte, den OpenAI zusammen mit mehreren anderen großen KI-Anbietern unterzeichnet hat."

Das Wasserzeichen verändert geringfügig, wie ChatGPT beim Schreiben zufällig zwischen möglichen Wörtern oder Wortteilen auswählt. Über eine Textpassage hinweg entsteht dadurch ein Muster, nach dem ein Detektor suchen kann, auch nachdem der Text bearbeitet wurde. Das Wasserzeichen ist Teil der Formulierung selbst und beim Lesen nicht sichtbar. Es fügt keine versteckten Zeichen, unsichtbaren Leerzeichen oder ungewöhnlichen Satzzeichen hinzu.

Was bedeutet das für Autoren? - Nehmen wir an, du lässt ChatGPT ein Kapitel für einen Roman generieren.

  • Fall A: Du übernimmst den Text unverändert. Dann ist das Wasserzeichen nachweisbar.
  • Fall B: Du überarbeitest den Text, veränderst Dialoge, Formulierungen und Satzbau. Dann wird der Nachweis schwieriger, aber nicht unmöglich, denn vielleicht bleiben genügend Worte erhalten, die das Wasserzeichen tragen.
  • Fall C: Du veränderst alles so radikal, dass von dem generierten Text nichts mehr übrig ist. Dann kannst du den Text auch gleich ohne KI erstellen.
  • Fall D: Du entwickelst Handlung, Figuren und Szenen gemeinsam mit ChatGPT, schreibst den eigentlichen Text aber selbst. Dann entsteht durch diese Zusammenarbeit kein Wasserzeichen.